Wann haben Sie das letzte Mal einen sechsten Entwurf verlangt?
In Folge 3 von „The Promptfather“ sitzt eine Marketingleiterin vor mir und ist zufrieden. Fünf Entwürfe hat die KI geliefert, der fünfte war gut, den hat sie genommen. Sauber gearbeitet, könnte man sagen.
Der Promptfather sieht das anders. Er erzählt ihr von 1850. Ein Familienporträt kostete damals einen Wochenlohn. Eine Platte, ein Versuch, keine zweite Chance. Die Leute lernten, sich mit dem einen Bild abzufinden, das sie bekamen.









Diese Sparsamkeit steckt uns bis heute in den Knochen. Wir behandeln Denkarbeit wie eine teure Fotoplatte: Ein Entwurf muss reichen, fünf sind schon Luxus. Aber die Knappheit, die dieses Verhalten einmal vernünftig gemacht hat, gibt es nicht mehr.
Fordern Sie hundert Varianten. Verwerfen Sie neunundneunzig. Das ist keine Verschwendung mehr, das ist der Punkt.
Intelligenz ist nicht mehr knapp. Nur unsere Ansprüche sind es.
Bei welchem Ergebnis hören Sie normalerweise auf?

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