Die letzte Folge von „The Promptfather“ hat keine Pointe.
Sechs Episoden lang kamen Menschen in dieses fiktive Büro, die etwas falsch gemacht hatten. Der Don hatte für jeden eine Geschichte parat: die Dampfmaschine, die Bibliothek von Alexandria, die Fotoplatte, der Landarzt, das Pferdefuhrwerk, das lachende Versandhaus.
In Folge 7 kommt eine junge Mitarbeiterin. Sie will nichts. Sie hat nur eine Frage: Ersetzt sie uns irgendwann ganz? Die KI tröste besser als ihre Kollegen, sagt sie. Sie höre zu und werde nie müde.
Der Don sagt ihr, dass er für diese Frage keine Geschichte hat.
Dann setzt er sich hin. Zum ersten Mal auf Augenhöhe, ohne Schreibtisch dazwischen. Und sagt: Sie kann Mitgefühl beschreiben, perfekt sogar. Aber sie weiß nicht, wie es ist, morgen auch noch da sein zu müssen.









Das ist für mich die Grenze, über die wir zu wenig reden. Nicht was KI kann – sondern was Anwesenheit bedeutet. Wer neben Ihnen im Krankenhausflur sitzt, tröstet Sie nicht durch die richtigen Worte. Sondern dadurch, dass er auch morgen noch dasitzt.
Empathie lässt sich simulieren. Geteiltes Schicksal nicht.
Danke fürs Mitlesen über sieben Folgen. Welche war Ihre?

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