Kategorie: Blog

  • KI-Souveränität wird gerade sehr eng diskutiert.

    KI-Souveränität wird gerade sehr eng diskutiert.

    Eigene Rechenzentren. Europäische Cloud. Weniger Abhängigkeit von US-Hyperscalern.

    Alles richtig. Aber wir reden am Kern vorbei.

    Das eigentlich Kritische ist nicht wo die Daten liegen.
    Es ist womit die Modelle trainiert wurden — und welche Werte dabei eingebettet wurden.

    Denk mal kurz darüber nach:

    GPT, Gemini, Claude — sie alle haben bereits heute Millionen Menschen Ratschläge zu Kindererziehung gegeben. Zu Paartherapie. Zu psychischer Gesundheit. Zu Lebensentscheidungen.

    Nicht irgendwann. Jetzt. Täglich.

    Und die Grundlage dieser Antworten? Trainingsdaten, die primär aus englischsprachigem, westlich-geprägtem Internettext bestehen. Werte, die niemand demokratisch legitimiert hat. Annahmen über “normale” Familienstrukturen, Beziehungsmodelle, Erziehungsstile.

    Echte KI-Souveränität bedeutet deshalb: eine eigene Perspektive auf Alignment. Eigene Entscheidungen darüber, welche Werte in Modelle eingearbeitet werden. Nicht nur europäische Infrastruktur — sondern europäisches Denken über das, was KI-Antworten transportieren sollen.

    Rechenleistung können wir kaufen. Werte müssen wir selbst definieren.

    Wie viel Gedanken macht ihr euch darüber, was eigentlich in den Modellen steckt, die ihr täglich nutzt?

  • Das war der März. Alles gleichzeitig. Alles echt.

    Das war der März. Alles gleichzeitig. Alles echt.

    Anzüge anprobieren für die Hochzeit und Garagenplätze suchen. Familienwanderungen mit müden Beinen und stolzen Kindern, Ostereier verstecken, Trampolin springen und spontane Abenteuer mit Bootsfahrt. Alles dabei.

    Workshop beim AKH, CIO Dinner bei der Österreichischen Post, Copilot-Pilot planen, KI-Souveränität beim Safe Democracy Summit im Rathaus und jede Menge KI-Workshops.

    Alles gleichzeitig. Alles echt.

    Und irgendwo dazwischen dieser eine Gedanke, der mich nicht loslässt: Organisationen warten noch immer. Auf das perfekte Modell, die perfekte Freigabe, den perfekten Moment. Dabei laufen KI-Agenten längst Förderanträge durch. Nicht in zwei Jahren. Jetzt.

    Zum Abschluss im März meinen Geburtstag gemeinsam mit Freunden und Familie gefeiert. Den Geburtstag selber dann mit meiner wundervollen Frau zu zweit verbracht. Wir sind lange spaziert, haben viel geredet, zusammen gelacht, sehr gut gegessen und uns geliebt.

    Überraschend dann noch einen Anruf von einem CIO mit einer persönlichen Geburtstagslied. In einer Welt voller KI wird das menschliche immer wichtiger.

    Was hat euch der März gebracht?

  • KI in der Verwaltung wird oft als IT-Projekt behandelt.

    KI in der Verwaltung wird oft als IT-Projekt behandelt.

    Das ist der erste Fehler.

    Ich arbeite seit 3 Jahren an der Einführung von GenAI in der Stadt Wien. Was ich dabei gelernt habe: Die Technologie ist das Einfachste an dem ganzen Prozess.

    Das Schwierige?

    ➡️ Menschen, die jahrzehntelang in bestimmten Strukturen gedacht haben
    ➡️ Organisationen, die Stabilität über Wandel stellen
    ➡️ Eine Kultur, in der Fehler vermieden werden — nicht als Lerngelegenheit gesehen werden

    KI in der Verwaltung ist kein Effizienzprojekt. 💪

    Es ist eine Frage der Denkweise.

    Wenn eine Sachbearbeiterin plötzlich merkt, dass sie mit KI in 10 Minuten schafft, wofür sie früher 2 Stunden gebraucht hat — dann verändert sich nicht nur ihr Workflow.

    Dann verändert sich ihr Selbstbild.

    Das ist KI als persönliche Superkraft. 🚀

    Nicht in Rechenzentren entschieden. Sondern in den Köpfen von Menschen, die jeden Tag Entscheidungen treffen, die das Leben anderer beeinflussen.

    Die öffentliche Verwaltung hat die Chance, hier Vorreiterin zu sein.

    Nicht trotz ihrer Strukturen — sondern weil die Wirkung so groß ist.

    Wie erlebt ihr KI in eurer Organisation — als IT-Thema oder als Kultur-Thema?

  • Deine nächste Zielgruppe ist kein Mensch.

    Deine nächste Zielgruppe ist kein Mensch.

    KI Agents werden Reisen buchen, Informationen einholen, Entscheidungen vorbereiten — für uns. Sie kennen unsere Vorlieben, hören mit, lernen mit.

    Und die große Frage, die ich mir gerade stelle:

    ➡️ Haben wir KI Agents schon als Zielgruppe am Radar?
    ➡️ Bauen wir Schnittstellen, die für Menschen lesbar sind — oder auch für Agents?
    ➡️ Was passiert, wenn ein Agent bei dir nicht weiterkommt?

    Er geht zur nächsten Plattform. Ganz einfach.

    Wir denken heute noch in „userfreundlichen Formularen für Menschen“. Gut so. Aber gleichzeitig müssen wir anfangen, agentenfreundliche Zugänge zu bauen — APIs, klare Strukturen, maschinenlesbare Inhalte.

    Das ist kein Science-Fiction. Das ist die nächste Welle der Digitalisierung. 🚀

    Wer heute seine Plattform nur für Menschen optimiert, verliert morgen die Buchungen, Anfragen und Transaktionen — weil der Agent einfach woanders hingeht.

    Was glaubt ihr: Welche Branche wird als erste spüren, dass KI Agents zur relevanten Zielgruppe werden?

  • KI macht uns effizienter. Aber macht sie uns auch klüger? 🧠

    KI macht uns effizienter. Aber macht sie uns auch klüger? 🧠

    Gen Z nutzt KI täglich — für Texte, Recherche, Zusammenfassungen. Die Produktivitätsgewinne sind real. Und trotzdem wächst eine stille Sorge: Was passiert mit unserem Denken, wenn wir immer seltener selbst denken müssen?

    Das ist keine Technik-Frage. Das ist eine Menschheitsfrage.

    ➡️ Wer immer schneller Antworten bekommt, verlernt, die richtigen Fragen zu stellen
    ➡️ Wer KI als Abkürzung nutzt, verliert vielleicht den langen Weg — und was er lehrt
    ➡️ Wer Denken auslagert, riskiert, das Denken selbst zu verlernen

    Ich glaube: KI darf uns Arbeit abnehmen. Aber sie darf uns nicht das Denken abnehmen.

    Der Unterschied liegt darin, wie wir sie einsetzen — als Ersatz oder als Sparringspartner. 🚀

    Was ist eure Erfahrung? Merkt ihr, dass KI euer Denken verändert — zum Besseren oder zum Schlechteren?

  • KI halluziniert. Und wir halluzinieren mit ihr. 🤔

    KI halluziniert. Und wir halluzinieren mit ihr. 🤔

    Das klingt provokant — ist es auch.

    Lucy Osler zeigt in ihrer Forschung: KI-Fehler sind keine bloßen technischen Pannen. Sie entstehen im Dialog. Wir bringen unsere Denkmuster mit, die KI spiegelt sie zurück — manchmal verzerrt, manchmal überraschend klar.

    Was bedeutet das für uns?

    ➡️ Jeder Output ist auch ein Spiegel unserer eigenen Fragen
    ➡️ Irrtümer sind keine Bugs — sie sind Dialogräume
    ➡️ Die Zukunft gehört nicht der perfekten KI, sondern der reflexiven KI

    Ich finde das befreiend. Denn es verschiebt die Verantwortung dorthin, wo sie hingehört: zu uns. 💪

    Nicht „Warum hat die KI das falsch?“ — sondern: „Was sagt das über meine Frage aus?“

    Welche KI-Antwort hat euch zuletzt zum Nachdenken gebracht — nicht weil sie richtig war, sondern weil sie etwas in euch sichtbar gemacht hat?

  • Kann eine Maschine wirklich lernen – oder nur Muster speichern?

    Kann eine Maschine wirklich lernen – oder nur Muster speichern?

    Unser Gehirn verknuepft Erlebnisse mit Emotionen, Kontext, Zeit. Ein Duft erinnert uns an die Kindheit. Eine Niederlage praegt unsere naechste Entscheidung. Lernen ist bei uns nie nur Datenspeicherung – es ist gelebte Bedeutung.

    KI-Modelle? Die verknuepfen Zahlen. Gut, sehr gut sogar. Aber ohne Kontext, ohne Zeit, ohne das „Warum dahinter.“

    Bis jetzt.

    Mit Nested Learning verschwimmt diese Grenze erstmals:
    Wissen wird nicht nur gespeichert – es wird geschichtet
    Fruehere Erkenntnisse beeinflussen neue Lernprozesse
    Zeit wird zur Dimension des Verstehens, nicht nur des Trainings

    Das klingt nach Technik. Aber es ist eigentlich eine philosophische Verschiebung.

    Vielleicht ist Lernen nie nur ein Prozess gewesen. Vielleicht ist es immer eine Beziehung – zwischen Wissen und Zeit, zwischen Erfahrung und Bedeutung.

    Und wenn Maschinen das beginnen nachzubauen… dann veraendert sich nicht nur KI. Dann veraendert sich, wie wir ueber Intelligenz selbst nachdenken.

    Wer lernt, ohne zu vergessen, veraendert die Zukunft des Wissens.

    Was glaubt ihr: Ist ein System, das „nicht vergisst“, klueger – oder gefaehrlicher?

  • Was, wenn die eigentliche KI-Revolution gar keine technologische ist?

    Was, wenn die eigentliche KI-Revolution gar keine technologische ist?

    Ich glaube: Die größte Herausforderung der KI-Ära sitzt nicht im Rechenzentrum. Sie sitzt zwischen unseren Ohren. 🧠

    Wir erleben gerade etwas Faszinierendes – und ein bisschen Unheimliches:

    ➡️ Menschen binden sich emotional an KI-Antworten

    ➡️ KI-Modelle werden nicht als Tools wahrgenommen, sondern als soziale „Partner”

    ➡️ Surreale KI-Inhalte lösen echte Gefühle aus – Staunen, Unbehagen, manchmal sogar Vertrauen

    Das ist keine Science-Fiction. Das passiert gerade – in Büros, Schulen, Wohnzimmern.

    Und das zeigt mir: KI erleichtert nicht nur unsere Arbeit. KI verändert, wie wir fühlen, wie wir erwarten, wie wir uns selbst wahrnehmen.

    Die Technologie ist längst bereit.
    Aber sind wir es als Menschen auch?

    Das ist die Frage, die mich antreibt – in meiner Arbeit, in meinen Gesprächen, in meinem Podcast.

    Denn wenn wir nur über Prompts, Tools und Effizienz reden, verpassen wir das Wesentliche: die psychologische Dimension der KI-Revolution.

    Die Maschine können wir trainieren.

    Aber wer trainiert uns?

    Glaubst du, wir bereiten uns ausreichend auf die menschliche Seite der KI-Transformation vor? Ich bin gespannt auf deine Perspektive! 💬

  • Was passiert, wenn Technologie jede Grenze ueberschreiten darf?

    Was passiert, wenn Technologie jede Grenze ueberschreiten darf?

    Ein Algorithmus, der nur lernen will, beginnt Schmerz zu inszenieren.

    Perfekt ausgeleuchtet. Emotional aufgeladen. Algorithmisch optimiert.

    Wir klicken. Wir scrollen. Und merken kaum, wie Empathie im Hintergrundrauschen verschwindet.

    Technologie ist nicht neutral.
    Jeder Algorithmus optimiert auf ein Ziel – und dieses Ziel bestimmen wir.
    Oder wir ueberlassen es anderen.

    KI kann eine unglaubliche Superkraft sein – aber nur, wenn wir bewusst entscheiden, wofuer wir sie einsetzen.

    Deshalb brauchen wir keine Angst vor der Technologie.
    Wir brauchen Verantwortung. Haltung. Menschlichkeit als Kompass.

    Den Code der Menschlichkeit zu schuetzen, bevor er ueberschrieben wird – das ist vielleicht die wichtigste Aufgabe unserer Zeit.

    Nicht gegen die KI. Sondern mit ihr – aber auf unsere Bedingungen.

    Wie stellst du sicher, dass Technologie in deinem Umfeld den Menschen dient – und nicht umgekehrt?

  • 🌀 Was passiert, wenn der Kompass des Webs verschwindet?

    🌀 Was passiert, wenn der Kompass des Webs verschwindet?

    Früher war ein Link mehr als nur eine URL.

    Er war ein Versprechen. Eine Einladung. Eine Richtung.

    Heute fasst KI alles für uns zusammen. Schnell. Effizient. Bequem.

    Aber ich frage mich: Was verlieren wir dabei?

    ➡️ Wenn niemand mehr klickt, verdienen Publisher kein Geld mehr

    ➡️ Wenn kein Geld mehr fließt, entstehen keine neuen Inhalte

    ➡️ Wenn keine neuen Inhalte entstehen, hat KI bald nichts mehr zusammenzufassen

    Das ist kein Doomscrolling – das ist ein echtes Strukturproblem. 🤔

    Ich erlebe das gerade selbst: Ich lese weniger Original-Artikel. Ich bekomme Zusammenfassungen. Ich bin schneller informiert – aber bin ich auch besser informiert?

    Da bin ich mir nicht mehr so sicher. 💪

    Das Web war nie perfekt. Aber es hatte etwas Wertvolles: Dezentralität. Vielfalt. Wahlfreiheit.

    Vielleicht ist die Verteidigung eines offenen, verlinkten Webs die unterschätzte Innovation unserer Zeit.

    Nicht sexy. Nicht viral. Aber fundamental.

    🚀 KI kann eine Superkraft sein – aber nur, wenn sie auf einem gesunden Ökosystem aufbaut. Und dieses Ökosystem braucht uns. Als Nutzer:innen. Als Entscheider:innen. Als Menschen, die bewusst wählen, wo sie klicken.

    Wie haltet ihr das? Klickt ihr noch auf Links – oder lebt ihr schon fast ausschließlich in der Zusammenfassungs-Welt? 👇​​​​​​​​​​​​​​​​