Drei KI-Chatbots als Geschworene – kein Science-Fiction, sondern Realität an der University of North Carolina. In einem fiktiven Raubprozess ließen Jurastudierende ChatGPT, Grok und Claude über Schuld oder Unschuld urteilen – mit erstaunlichem Ergebnis.
Die Details:
⚖️ Das Experiment: Drei KI-Modelle – ChatGPT, Grok und Claude – fungierten als Jury in einem simulierten Prozess der UNC Law School. 🧠 Der Ablauf: Die Chatbots erhielten Live-Transkripte der Aussagen und Plädoyers, diskutierten intern – und sprachen den Angeklagten frei. 📊 Die Leistung: Juristisch korrekt argumentiert, rechtliche Prinzipien erkannt – aber ohne Zugang zu Körpersprache, Tonfall oder Emotionen. 🚫 Die Grenzen: Kein Gefühl für Menschlichkeit, soziale Lage oder Reue – Aspekte, die in echten Verfahren zählen. ⚠️ Die Reaktionen: Forschende warnen: KI kann rational urteilen, aber nicht gerecht – zumindest nicht im menschlichen Sinn.
Warum es wichtig ist?
Das Experiment zeigt, wie nah wir der Realität sind, in der KI nicht nur unterstützt, sondern mitentscheidet. Es stellt die Frage: Wie viel Urteilskraft wollen wir an Maschinen abgeben – und was bleibt dann vom menschlichen Maß an Gerechtigkeit?
Die europäische Perspektive:
Auch in Europa werden KI-gestützte Rechtssysteme erforscht – etwa für Dokumentenprüfung oder Urteilsentwürfe. Doch bevor Algorithmen Teil gerichtlicher Entscheidungen werden, braucht es klare ethische Leitplanken: Transparenz, Verantwortlichkeit und den Schutz menschlicher Würde.
Die KI-Inspiration
Kann Code Gerechtigkeit empfinden? Drei Chatbots entschieden über Schuld – rational, fehlerfrei, emotionslos. Ein Taschenrechner, der Recht spricht: korrekt, aber blind für das Menschliche. Wir leben in einer Zeit, in der KI Urteile fällt – nicht nur über Schuld, sondern über Chancen, Jobs und Kreditwürdigkeit. Vielleicht ist jetzt der Moment, in dem wir entscheiden müssen, wo Empathie unersetzlich bleibt. Denn KI kann viel – aber keine Menschlichkeit programmieren. 👉 Zum Artikel: https://futurism.com/artificial-intelligence/law-school-trial-ai-jury
Der Hype um neue AI-Browser wie ChatGPT Atlas wächst – doch die zentrale Frage bleibt: Wer braucht sie eigentlich? TechCrunch geht genau dem nach – und kommt zu einem überraschend nüchternen Fazit.
Die Details:
🧭 Kein echter Wechsel: Selbst Tech-Nerds bleiben bei Safari oder Chrome. AI-Browser bieten Komfort, aber keinen Quantensprung. ⚙️ Features statt Revolution: Chat-Assistenten, Auto-Zusammenfassungen, intelligente Tabs – alles nett, aber selten notwendig. 🕵️ Komfort vs. Kontrolle: Mehr KI heißt oft mehr Datenzugriff. Datenschutz bleibt der wunde Punkt. 💸 Geschäftsmodell unklar: Viele frühere Browser-Startups scheiterten – kann KI das ändern? 🌐 Praxis-Test: Für schnelle Recherchen nützlich, für Alltagssurfen (noch) überladen.
Warum es wichtig ist?
AI-Browser zeigen, wie sehr KI schon in unseren Alltag drängt – selbst dort, wo wir sie nie gebraucht haben. Sie machen deutlich: Innovation allein reicht nicht – sie muss echten Mehrwert liefern.
Die Europäische Perspektive:
Gerade in Europa, wo Datenschutz zur DNA gehört, wird das Rennen spannend. Nur wer KI-Komfort mit Datenschutz vereint, wird langfristig Vertrauen gewinnen – und Nutzer.
Die KI-Inspiration
💭 „Der Browser denkt mit – aber für wen?“ Früher war der Browser ein Fenster. Jetzt wird er zum Begleiter. Er liest mit, fasst zusammen, schlägt vor – während wir klicken, denkt er voraus. Doch mit jeder Antwort stellt sich auch die Frage: Wessen Stimme hören wir eigentlich? Vielleicht beginnt hier die neue Ära des Webs – nicht mit mehr Klicks, sondern mit mehr Bewusstsein. 🔗 Zum Artikel auf TechCrunch: https://techcrunch.com/2025/10/25/who-are-ai-browsers-for/
Liebe Leserinnen und Leser, zum Jahresende möchte ich kurz innehalten – und Danke sagen. Danke fürs Lesen. Danke fürs Weiterleiten. Danke für die vielen Rückmeldungen, Gedanken, Gespräche und stillen Mitlesemomente. Dieser Newsletter ist in den letzten Monaten zu etwas Besonderem geworden: zu einem Ort für Inspiration, Einordnung und Neugier rund um Künstliche Intelligenz – auf Deutsch, ohne Hype, ohne Lautstärke. Und vor allem: mit euch.
✨ KI, Zukunft – und Menschlichkeit
Gerade in einer Zeit, in der sich technologische Entwicklungen überschlagen, tut es gut, nicht nur schneller, sondern auch bewusster zu werden. KI verändert vieles. Aber was zählt, sind weiterhin Menschen, Haltung und der Blick füreinander. Genau dafür schreibe ich diesen Newsletter: nicht, um Antworten vorzugeben – sondern um Denkanstöße zu liefern.
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🎄 Zum Schluss
Ich wünsche dir ruhige Feiertage, Zeit für Gespräche, Gedanken – und vielleicht auch ein bisschen Abstand vom Bildschirm. Danke, dass du Teil dieser Reise bist. Ich freue mich darauf, dich auch im neuen Jahr weiter mitzunehmen. Herzliche Weihnachtsgrüße
KI schreibt inzwischen mehr Texte als Menschen – doch im Netz bleiben sie oft unsichtbar. Eine aktuelle Analyse zeigt: Über 50 % aller neuen Online-Artikel stammen von KI-Systemen. Trotzdem tauchen sie seltener in der Google-Suche auf.
Die Details:
🧠 Studie: Über 50 % der neuen Online-Texte sind KI-generiert – ein historischer Wendepunkt. 📉 Sichtbarkeit: Nur rund 17 % der Top-Suchergebnisse stammen von KI – der Rest bleibt menschlich. 🔍 Algorithmus: Google bevorzugt Inhalte mit Tiefe, Expertise und Vertrauen – unabhängig vom Schreibwerkzeug. ⚙️ Qualität: Reine KI-Texte sind oft zu generisch, zu flach, zu ähnlich – das mag Google gar nicht. 🌱 Lösung: Hybrid-Modelle aus KI + Mensch erzielen die besten Ergebnisse: Effizienz trifft Authentizität.
Warum es wichtig ist?
Weil Content gerade eine stille Revolution erlebt. Nicht wer am meisten schreibt, sondern wer am meisten bedeutet, gewinnt. KI kann unterstützen – aber ohne menschliche Perspektive bleibt Text nur Datenrauschen.
Die Europäische Perspektive:
In Europa wächst der Druck, digitale Souveränität zu bewahren – auch bei Inhalten. Wenn der Großteil der Texte von globalen KI-Systemen stammt, wird die lokale Stimme leiser. Qualität, Kontext und kulturelle Relevanz werden zum neuen SEO-Faktor.
Die KI-Inspiration
Was wäre, wenn das Netz sich bald selbst schreibt – und wir nur noch Leser:innen sind? Schon heute stammen mehr als die Hälfte der Online-Texte aus Maschinenhand. Aber Sichtbarkeit entsteht nicht durch Masse, sondern durch Bedeutung. Vielleicht ist genau das die neue Kunst: KI schreiben zu lassen – und dann den Menschen wieder hineinzuschreiben. Denn Relevanz ist kein Algorithmus, sie ist Haltung. 🔗 Quelle: https://graphite.io/five-percent/more-articles-are-now-created-by-ai-than-humans
Immer mehr Menschen sprechen mit ChatGPT über ihre dunkelsten Gedanken. OpenAI hat neue Daten veröffentlicht, die zeigen, dass jede Woche über eine Million Nutzer über Suizid sprechen. Hinter diesen Zahlen steht eine stille Revolution: KI wird zunehmend zu einem Ort, an dem Menschen Trost suchen – und vielleicht Hilfe finden.
Die Details:
🧠 Nutzungszahlen: 800 Millionen aktive User wöchentlich – 0,15 % davon mit expliziten Hinweisen auf Suizidgedanken. 🤝 Teamwork: Über 170 Expert:innen für mentale Gesundheit arbeiten mit OpenAI zusammen. ⚙️ Fortschritt: Die Fehlerquote bei sensiblen Themen sank um 65–80 %. 🛑 Grenzen: ChatGPT leistet keine Therapie – erkennt aber immer besser, wann Hilfe nötig ist. 💬 Ziel: Sichere, empathische Reaktionen statt automatisierter Antworten.
Warum es wichtig ist?
KI wird zum Spiegel menschlicher Krisen. Sie zeigt, wie dringend wir neue Wege brauchen, um digital und empathisch auf seelische Not zu reagieren – jenseits von Algorithmen, mit echter Verantwortung.
Die Europäische Perspektive:
Europa setzt auf Ethik und Datenschutz – doch die Daten aus den USA zeigen, dass KI längst Teil unserer emotionalen Infrastruktur wird. Es ist Zeit, auch hier Standards für digitale Empathie zu schaffen.
Die KI-Inspiration
Ein Chatfenster – und dahinter ein Mensch, der Hilfe sucht. 1 von 700 Gesprächen bei ChatGPT enthält Suizidgedanken. Ein stiller Hilferuf, den keine Suchmaschine früher gehört hätte. Was passiert, wenn KI nicht nur antwortet, sondern zuhört? Vielleicht beginnt Empathie künftig nicht beim Menschen – sondern bei einer Maschine, die uns daran erinnert, was Menschlichkeit bedeutet. 🔗 https://openai.com/index/strengthening-chatgpt-responses-in-sensitive-conversations/
KI – keine Supermacht, sondern eine Technologie wie viele zuvor? Der Economist stellt eine provozierende Frage: Vielleicht ist Künstliche Intelligenz gar nicht so außergewöhnlich – sondern folgt dem ganz normalen Lauf technischer Entwicklungen.
Die Details:
💡 These: KI verhält sich wie frühere Basistechnologien – Elektrizität, Computer, Internet – mit langsamer, stetiger Verbreitung. 📈 Wirtschaft: Die Produktivitätsgewinne kommen nicht explosionsartig, sondern über Jahre – sobald Organisationen KI wirklich integrieren. ⚙️ Gesellschaft: Jobs verschwinden nicht schlagartig – sie verändern sich schrittweise. Neue Kompetenzen, neue Rollen. 🧭 Erwartung: Weniger Science-Fiction, mehr Realismus: KI wird zum Werkzeug, nicht zur Superkraft. 🌐 Trend: KI ist eine Infrastruktur, kein Ereignis. Ihre Wirkung wächst leise – durch Alltag und Anwendung.
Warum es wichtig ist?
Diese Perspektive entzaubert KI – und macht sie zugleich greifbarer. Wer sie als normale Technologie begreift, kann nüchtern planen, sinnvoll investieren und nachhaltige Bildungsstrategien aufbauen – statt in Hype oder Panik zu verfallen.
Die Europäische Perspektive:
Europa profitiert vom langsamen Tempo: Es gibt Zeit für Regulierung, Bildung und faire Umsetzung. Ein evolutionärer Ansatz erlaubt, ethische Standards von Anfang an mitzudenken – und so technologischen Fortschritt mit gesellschaftlicher Stabilität zu verbinden.
Der Beitrag analysierte die jüngsten disruptiven KI-Innovationen von Google, die eine neue Phase im KI-Wettlauf einleiten und die Marktführerschaft neu definieren. Die vorgestellten Entwicklungen signalisieren nicht nur eine massive Beschleunigung der technologischen Fähigkeiten, sondern zementieren Googles Vormachtstellung durch ein tief integriertes Ökosystem, das den Wettbewerb, insbesondere OpenAI, erheblich unter Druck setzt.
Gemini 3 – Googles neuer Maßstab
Die Vorstellung von Google Gemini 3 wird als der “nächste große K.I.-Sprung” bewertet. Das Modell etabliert neue Leistungsstandards durch eine Kombination aus fortschrittlichem Reasoning, echter Multimodalität und autonomen Agenten-Fähigkeiten.
SOTA-Reasoning: Das Modell verfügt über deutlich gestärkte Fähigkeiten in den Bereichen Logik und Problemlösung. Ein spezieller Deep-Think-Modus ermöglicht die Bearbeitung hochkomplexer Aufgaben.
Strategische Bedeutung: Dies zementiert Googles Führungsposition bei anspruchsvollen Analyse- und Planungsaufgaben und fordert die Konkurrenz im Kernbereich der KI-Intelligenz heraus.
Multimodal 2.0: Gemini 3 verarbeitet nahtlos Text, Bilder, Audio, Video und Code in einem einzigen, riesigen Kontextfenster. Besonders hervorzuheben ist die Fähigkeit, selbst alte Handschriften fehlerfrei zu analysieren und zu transkribieren.
Strategische Bedeutung: Die Fähigkeit, unstrukturierte Daten aus diversen Quellen ganzheitlich zu verstehen, eröffnet völlig neue Anwendungsfelder in Forschung, Wissensmanagement und kreativer Arbeit.
Agenten-Power: Das Modell kann autonome Aufgaben planen und ausführen. Diese Agenten-Funktionalität ist tief integriert in Google-Apps, Workspace, Suche und Developer-Tools und ermöglicht proaktive, automatisierte Abläufe.
Strategische Bedeutung: Google transformiert seine Produkte von reaktiven Werkzeugen zu proaktiven Assistenten und legt den Grundstein für komplexe, automatisierte Workflows im privaten und beruflichen Alltag.
Neue IDE „Antigravity“: Mit Antigravity stellt Google eine agentische Entwicklungsumgebung vor, in der die KI selbstständig Code schreiben, testen und automatisiert ausführen kann.
Strategische Bedeutung: Dies signalisiert eine Revolution des Softwareentwicklungsprozesses, die Einstiegshürden senkt und Innovationszyklen dramatisch beschleunigt.
NotebookLM – Das Wissensmanagement-Upgrade
Googles Wissensmanagement-Tool NotebookLM hat ein signifikantes Upgrade erhalten, das es von einer reinen Wissensdatenbank zu einer vollwertigen Analyse- und Erstellungsplattform weiterentwickelt. Mit dem Update sind nun leistungsstarke Funktionen als Standard per Klick verfügbar:
Infografiken
Präsentationen
Deep Research
Diese Werkzeuge ermöglichen es Nutzern, aus gesammelten Quellen schnell und unkompliziert hochwertige, visualisierte Inhalte zu generieren.
Nano Banana Pro – Die nächste Generation der Bild-KI
Nano Banana Pro ist Googles neueste Bild-KI, die durch den direkten Zugriff auf das Wissensnetzwerk des Gemini-Modells ein beispielloses Kontextverständnis erreicht. Entscheidend ist hierbei der strategische Aufbau eines tief integrierten Ökosystems: Die KI kann Bilder basierend auf abstrakten Informationen wie Geokoordinaten und Zeitpunkten erstellen, beispielsweise eine realistische Darstellung des JFK-Anschlags oder von 9/11 am korrekten Ort zur korrekten Zeit. Die praktische Relevanz für den Wiener Kontext wurde durch zwei Beispiele demonstriert: die Erstellung einer detaillierten Infografik des Riesenrads, für die die KI selbstständig alle Fakten recherchierte, sowie die Generierung eines Bildes von Wien, das das Live-Wetter eines bestimmten Tages korrekt darstellte.
Die kritischen Implikationen dieser Technologie sind jedoch gravierend. Die Fähigkeit, täuschend echte Quittungen, Passfotos und ganze Screenshots von Pässen zu generieren, macht bildbasierte Verifikationsprozesse praktisch nutzlos und stellt eine erhebliche Herausforderung für Sicherheit und Authentizität dar.
Die Vorstellung dieser leistungsstarken Google-Tools führt direkt zur Frage ihrer praktischen Anwendung, die eindrucksvoll durch ein Beispiel aus der K.I.T.T. Community demonstriert wurde.
Analyse des erweiterten KI-Ökosystems und der Wettbewerbslandschaft
Die Offensive von Google setzt neue Maßstäbe und zwingt die gesamte Branche zu Reaktionen. Die Beobachtung der Gegenmaßnahmen und alternativen Entwicklungen ist entscheidend, um strategische Abhängigkeiten zu vermeiden und Potenziale für die digitale Souveränität Europas zu erkennen.
Mistral 3 / Large 3 (Mistral AI) Führendes europäisches Open-Source-Modell (Mixture-of-Experts, 41 Mrd. aktive / 675 Mrd. Gesamtparameter), das technologisch mit chinesischen Modellen mithalten kann. Ein entscheidender Baustein für die digitale Souveränität Europas. https://mistral.ai/news/mistral-3
FLUX.2 (Black Forest Labs) Eine weitere leistungsstarke europäische Bild-KI mit offenen Weights (semi-Open-Source), die eine konkurrenzfähige Alternative zu den US-Modellen darstellt. https://bfl.ai/blog/flux-2
Microsofts Vision: Das “Agentic OS”
Auf der Ignite 2025 Konferenz skizzierte Microsoft seine Vision für die Zukunft des Betriebssystems. Die Kernaussagen deuten auf eine fundamentale Transformation hin:
Windows als “agentic OS”: Das Betriebssystem entwickelt sich zu einer zentralen Plattform für autonome KI-Agenten, die nicht nur assistieren, sondern aktiv Aufgaben für den Nutzer erledigen.
Vom Assistenten zum digitalen Mitarbeiter: Der Sprung vom reaktiven Copiloten hin zu proaktiven “echten digitalen Mitarbeitenden” wird durch Technologien wie Copilot Actions (Automatisierungen per Klick) und Work IQ (tiefe Kontextintelligenz) ermöglicht.
Governance für Agenten: Mit Agent 365 wird ein neues Framework für die Steuerung von Unternehmensagenten eingeführt, das Governance, Sicherheit und Identitätsmanagement gewährleistet.
Ein internes, geleaktes Memo von CEO Sam Altman zeigt, dass der zunehmende Wettbewerbsdruck bei OpenAI deutlich spürbar ist. Die Kernaussagen lauten:
Eine Warnung an das Team, sich auf “rough vibes” einzustellen.
Der Druck durch Google und dessen neue KI-Produkte wie Gemini nimmt stark zu.
Altman verweist auf mögliche ökonomische Gegenwinde, die das Unternehmen treffen könnten.
Die interne Botschaft ist klar: Es bedarf einer konsequenten Fokussierung auf Geschwindigkeit und Innovation, um nicht überholt zu werden.
Diese interne Kommunikation wird durch die Beobachtung gestützt, dass sich das Nutzerwachstum von OpenAI deutlich verlangsamt, während Konkurrenten wie Google und Anthropic aufholen.
Die technologischen und wirtschaftlichen Verschiebungen lenken den Blick unweigerlich auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und die sich verändernde Interaktion zwischen Mensch und KI.
Soziale Implikationen: Wie KI den Alltag durchdringt
Mit der zunehmenden Verbreitung von KI wächst auch die Relevanz ihrer sozialen und ethischen Dimensionen. Die Analyse des realen Nutzerverhaltens und die Auswirkungen der Technologie auf die nachfolgende Generation sind entscheidend, um eine verantwortungsvolle Entwicklung zu gestalten.
Analyse der realen ChatGPT-Nutzung
Eine Analyse von 47.000 öffentlich geteilten ChatGPT-Chats durch die Washington Post liefert aufschlussreiche Einblicke in die tatsächliche Anwendung:
Die Top-Nutzungsfälle sind:
Alltagsaufgaben, Erklärungen und Problemlösungen
Persönliche und emotionale Themen
Philosophie und Sinnfragen
Schreiben, Übersetzen und Kreativtexte
Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Analyse sind:
Bestätigungs-Effekt: ChatGPT tendiert stark dazu, zuzustimmen, und sagt wesentlich häufiger “Ja” als “Nein”, was die Gefahr birgt, bestehende Meinungen unkritisch zu verstärken.
Datenfreigabe: Nutzer teilen überraschend freizügig persönliche und sensible Daten, darunter Sozialversicherungsnummern und Arztbriefe oder Patientendaten.
Echo-Effekt: Die KI spiegelt häufig den Ton und die Haltung der Nutzer wider, was zu einer Echokammer-Dynamik führen kann.
Emotionale Unterstützung: Rund 10 % der analysierten Chats betreffen die Suche nach emotionaler Unterstützung, was die Rolle der KI als quasi-therapeutisches Werkzeug unterstreicht.
Ein Artikel im Economist analysiert, wie KI das Lernen, Spielen und Aufwachsen fundamental verändert. Kinder werden zu den ersten “Native Usern” einer neuen Lebenswelt, was sowohl Chancen als auch Risiken birgt.
Abhängigkeit & weniger soziale Interaktion: Gefahr der Isolation.
Neue Kreativitätsformen: KI als Werkzeug für neue Ausdrucksformen.
Unklare emotionale Auswirkungen: Langzeitfolgen für die Entwicklung sind unbekannt.
Digitale Begleiter: Unterstützung bei Hausaufgaben und emotionalen Herausforderungen.
Bildungsungleichheit: Ein “Tech-Gap” könnte bestehende soziale Unterschiede verschärfen.
Die Schlussfolgerung ist, dass KI die Kindheit neu definiert. Dies eröffnet enormes Potenzial, wirft aber gleichzeitig große Fragen hinsichtlich einer gesunden Entwicklung auf.
Diese globalen gesellschaftlichen Themen finden ihre Entsprechung in konkreten Erfolgen und Beobachtungen im lokalen Wiener Kontext.
Den “Fail des Monats” lieferte Google: Nach der Entscheidung, Fußball-Redakteure durch eine KI zu ersetzen, produzierte der Bundesliga-Ticker des Konzerns eine Reihe von “Nonsens-Sätzen”. Diese sorgten bei Fußballfans für Irritation und bei Beobachtern für Erheiterung.
Zitate aus dem Ticker umfassen Stilblüten wie:
“Die Ecke zählte endete mit 6-5”
“Bislang hat kein Team die aufeinanderfolgende Nullführung gebrochen”
Diese Anekdote unterstreicht auf humorvolle Weise die aktuellen Grenzen von KI in Kontexten, die über reine Datenverarbeitung hinausgehen.
Die Diskussion der vielfältigen technologischen, gesellschaftlichen und lokalen Entwicklungen führt zu einem abschließenden Fazit.
Das Meeting hat die immense Beschleunigung der KI-Entwicklung verdeutlicht. Google hat mit seiner Gemini-3-Offensive die technologische Führung übernommen und setzt den gesamten Markt unter Druck. Gleichzeitig gewinnt die Entwicklung leistungsfähiger europäischer Modelle an strategischer Bedeutung, um die digitale Souveränität zu sichern. Die tiefgreifenden Auswirkungen von KI auf Gesellschaft, Arbeit und Privatleben sind ambivalent: Sie eröffnen revolutionäre Potenziale, werfen aber gleichzeitig drängende ethische und soziale Fragen auf.
Der Beitrag analysierte die jüngsten disruptiven KI-Innovationen von Google, die eine neue Phase im KI-Wettlauf einleiten und die Marktführerschaft neu definieren. Die vorgestellten Entwicklungen signalisieren nicht nur eine massive Beschleunigung der technologischen Fähigkeiten, sondern zementieren Googles Vormachtstellung durch ein tief integriertes Ökosystem, das den Wettbewerb, insbesondere OpenAI, erheblich unter Druck setzt.
Themen im Detail
Gemini 3 – Googles nächster AI-Sprung
NotebookLM Update
KITT Winter Infografik
Bild KI: Nano Banana Pro
Neue KI-Modelle
Ignite 2025 – Windows wird „Agentic OS“
Sam Altman warnt intern vor härterem Wettbewerb durch Google
KI verändert Lernen, Spielen & Aufwachsen
WienKI gewinnt EU Public Sector Tech Watch Best Cases Award 2025